Grillen mit Deckel

Das Grillen hat nicht nur in den Vereinigten Staaten von Amerika als BBQ Tradition, sondern auch in Europa und vor allem in Deutschland. Schon im Mittelalter galt das "Schweinchen am Spieß" als Delikatesse und reinster Festtagsschmaus. Wenn eine Spezialität so beliebt es, gibt es erfahrungsgemäß auch Tausende unterschiedliche Zubereitungsvarianten. Abgesehen davon, dass in der Südsee Grillschweine sehr gerne im Erdofen am Strand stundenlang gegart werden, gibt es verschiedene Varianten mit Tonöfen, Tongeschirr, wie zum Beispiel dem Römertopf. Fleisch gart besonders gut auf Stein. Der Römertopf fungiert aufgrund seiner Machart wie ein Steinofen, den viele Naturvölker der Erde auch heute noch verwenden. In Indonesien werden Steinöfen mitten im Dschungel aus Lehm gefertigt und am Abend kann bereits Fleisch darin gegrillt werden. Das Steingut bewirkt, dass der Saft im Fleisch eingeschlossen wird und außen eine schöne knusprige Kruste entsteht.

Das Besondere daran ist vor allem die gleichmäßige Hitzeverteilung im Inneren. Damit das Ergebnis ein Genusserlebnis wird, müssen Grillrost und Grilldeckel optimal passen. Die ideale Glut wird durch das Vorheizen zwischen 10 und 15 Minuten erzielt. Das Grillgut kann schnell angebraten werden, sodass der Saft im Inneren verbleibt. Der Zeitaufwand beim Grillen mit Deckel ist aufgrund der niedrigeren Temperaturen weitaus größer. Beim klassischen Grillen liegt die Temperatur bei 300 Grad Celsius. Das Fleisch gart beim Grillen mit Deckel bei kontinuierlichen 120 Grad Celsius.

Kleine Stücke oder Schnittfleisch eignen sich eher für das offene Grillen. Große Stücke oder Hähnchen sind besser für den Deckelgrill geeignet. Darüber hinaus schützt der Deckel auch den Grill, wenn dieser nicht in Gebrauch ist. Es stehen fahrbare und stationäre Varianten zur Auswahl. Grillen mit Deckel hält das Fleisch saftiger. Gerade für Schweinefleisch ist diese Methode sehr zu empfehlen. Durch den Saft hält sich auch die Würze länger im Fleisch.

Durch den Deckel ergibt sich ein Backofen beinahe wie er in jeder Pizzeria zu finden ist. Zumindest garen die Lebensmittel auf dieselbe Weise. Daher lassen sich beim Grillen mit Deckel hervorragend Pizza und Backwaren zubereiten. Auch Brotbacköfen arbeiten nach diesem Prinzip. Deshalb können beim Grillen mit Deckel auch große Borte gebacken werden.

Der Deckel verhindert, dass Rauch entweichen kann. Darüber hinaus kann niemand durch Spritzer mit heißem Fett verletzt werden. Der Deckel besitzt meistens einen robusten Griff, sodass dieser leicht und sicher platziert werden kann. Es stehen Ausführungen mit Gestell und Rollen zum leichteren Transportieren oder kleine Tischversionen zur Auswahl. Entscheidend ist immer, ob viel oder wenig und was genau gegrillt werden soll. Grillen mit Deckel ist zeitintensiver, der Geschmack entschädigt jedoch dafür. Die Materialien reichen von Edelstahl, Stahl bis hin zur Keramik. Hervorragende Ergebnisse lassen sich mit dem Big Green Egg erzielen, da dieser aus robuster Keramik besteht, die den Steinöfen sehr nahekommt.

Beim "Eiergriller" handelt es sich um einen Keramikgrill. Die bereits erwähnten Arten der schmackhaften Zubereitung von Schweinefleisch ist natürlich auch in Japan bekannt. Die Japaner verwenden dazu den Kamadokocher. 3000 Jahre ist eine lange Zeit. Natürlich wurde die Art des Grillens über die Zeit hinweg perfektioniert. Der BGE ist das Ergebnis und die bekannteste und beliebteste Marke für diesen Keramikgrill. Damit lassen sich Pizza, Steaks, Brisket oder Pulled Pork perfekt zubereiten. Der Keramikgrill wurde 1974 von einem BBQ-Fan namens Ed Fisher in Atlanta gegründet. Produziert wird in Mexiko. Mittlerweile stehen verschiedene Modelle des BGE zur Auswahl. Allen gemeinsam ist die kugelige Form mit Deckel. Alle Varianten kommen über Stunden hinweg mit sehr wenig Holzkohle aus. Das macht diesen Keramikgrill auch sehr energiesparend.

Folgende Modelle stehen zur Auswahl:

  • BGE Minimax (Rostdurchmesser 33 cm, Gewicht 35 kg, Höhe 50 cm)
  • BGE Mini (Rostdurchmesser 25cm , Gewicht 17kg, Höhe 43 cm)
  • BGE Small (Rostdurchmesser 33 cm, Gewicht 36 kg, Höhe 61 cm)
  • BGE Medium (Rostdurchmesser 38 cm, Gewicht 51 kg, Höhe 72 cm)
  • BGE Large (Rostdurchmesser 46 cm, Gewicht 73 kg, Höhe 84 cm)
  • BGE 2XL ( Rostdurchmesser 74 cm, Gewicht 170 kg, Höhe 100 cm)
  • BGE XLARGE (Rostdurchmesser 61 cm, Gewicht 99 kg, Höhe 78 cm)

Die Temperaturregelung erfolgt über eine einfache Entlüftung an der Ober- und Unterseite des Eis. Das ermöglicht eine gleichmäßige und präzise Wärme. Teil der konstanten Temperatur sind die dicken Keramikwände. Das Schweinchen muss nicht gedreht werden, da die Eiform und die Keramik für die gleichmäßige Wärme sorgen. Darüber hinaus ermöglicht dieser Keramikgrill eine sichere Art des Garens, das keinerlei Aufsicht benötigt. Die dicken Keramikwände sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit im Ei gespeichert wird. Daher ist eine Schale mit Wasser wie es bei so vielen Smokern notwendig ist, hier überflüssig.

Das große grüne Ei zieht natürlich bei jeder Party und jedem Fest alle Blicke auf sich. Die Außenwand sieht einem Golfball sehr ähnlich. Die Form hat wie schon vorab beschrieben funktionale Hintergründe. Ed Fisher hatte seinen Keramikgrill in Zusammenarbeit mit Experten von der NASA entwickelt. Zur Produktion werden spezielle moderne Keramik- und Kompositmaterialien verwendet. Dadurch wurden die Reflexions- und Wärmeisolierungseigenschaften stark verbessert. Somit hat die Außentemperatur keinen Einfluss auf die Innentemperatur. Hat es außerhalb Minustemperaturen, bleibt es im Ei zwischen 70 °C und 350 °C heiß. Die gewünschte Temperatur lässt sich dabei genau einstellen.

Es wird angenommen, dass der Kamadogrill von China nach Japan gebracht wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er durch die Amerikaner, die in Japan stationiert waren, nach Amerika. Bald nahmen amerikanische Firmen die Produktion auf. Der Big Green Egg von Ed Fisher wurde zum Highlight dieser Grilltradition.

Die keramische Kappe mit einem Abluftventil aus Guss:
Nach dem Grillen wird damit die Glut durch das Aufsetzen der Kappe gelöscht. Das Abluftventil regelt den Luftstrom. Wird der Grill nicht gebraucht, bleibt die Kappe auf dem Grill.

Der Keramikdeckel:
Dieser besteht aus einer extrem robusten und stark dämmenden Keramik. Auf die farbechte und sprungsichere spezielle Oberflächenbeschichtung gibt es eine lebenslange Garantie! Der Deckel ist verantwortlich für die optimale Zirkulation der Hitze.

Die Temperaturanzeige:
Sie zeigt die exakte Temperatur im Inneren des Keramikgrills an.

Der Grillrost und die Grillrosterweiterung:
Diese sind für die Basisausführung in Edelstahl oder in Gusseisen erhältlich.

Der Feuerring:
Dieser befindet sich auf der Feuerbox und dient als Auflage für convEGGtor? und Roste.

Der Kohlerost:
Dieser befindet sich in der Feuerbox. Die Lochung lässt die Luft frei zirkulieren. Die Asche fällt einfach nach unten durch. Somit kann der Grill auch leicht gereinigt werden.

Die Belüftungs- und Aschetüre:
Die Belüftung erfolgt zusammen mit dem Abluftventil, wie eingangs beschrieben. Darüber hinaus kann auf diese Art und Weise die Asche leicht entfernt werden.

Dazu muss reine Holzkohle verwendet werden, um das beste Ergebnis zu erzielen. Briketts eignen sich für diesen Grill nicht. Das Besondere daran ist, dass hier nie zu viel Holzkohle verwendet werden kann. Bleibt etwas übrig, wird diese durch das Verschließen der Luftventile gelöscht und kann ohne Weiteres beim nächsten Mal wieder verwendet werden.

Empfehlung:
Die beste Holzkohle, die dem Schweinefleisch ein besonders würziges Aroma verleiht, besteht aus 100 % grünen Eiche- und Hickory-Stücken.


Die Zugtür bestimmt die Bereichstemperaturen, vor allem die Obergrenze. Die Metallkappe ist für die feineren Einstellungen zuständig. Sie ist imstande, die Temperatur auf Grade genau einzustellen. Dazu braucht es einiger Übung. Ist die Temperatur zu niedrig, wird mehr Luftstrom benötigt. Dazu muss die Zugtür etwas mehr geöffnet werden.

Hinweis:
Wird der Deckel geöffnet, kühlt der Grill nicht ab, da mehr Sauerstoff an die Holzkohle gelangt und diese besser brennen kann!

Achtung! Der Deckel sollte immer vorsichtig geöffnet werden!
Der Deckel sollte zuerst ca. 5 cm geöffnet werden, somit kann kalte Luft ein- und heiße Luft austreten. Danach sollte der Deckel vollständig geöffnet werden. Sonst kann es leicht zu Verbrennungen kommen.

Minimale Bewegungen der Zugkraftregler beeinflussen bereits die Temperatur im Keramikgrill.


Sein größter Vorteil liegt in langen Garprozessen. Es ist dabei vollkommen egal, ob es sich um Vorspeisen, Hauptspeisen oder Desserts handelt. Der Keramikgrill lässt sich am besten mit dem traditionellen Brotbackofen oder Steinofen für Pizza vergleichen. Der einzige Unterschied liegt in der ausgefeilten Technik.

Für das optimale Grillergebnis sind vor allem der Grillrost und der Deckel entscheidend. Dazu muss der Deckel ca. 15 Minuten vorgeheizt werden. Die Lüftungsregler müssen dabei geöffnet sein, um für die notwendige Luftzufuhr zu sorgen. Nur so wird beim Holzkohlegrill das gewünschte Ergebnis erzielt. Dabei entsteht eine sehr hohe Hitze, die gleichzeitig eventuell noch vorhandene Reste auf dem Grill restlos verbrennt. Danach wird der Rost mit der Brüste gereinigt.

- Das Grillen mit dem EGG ist sehr sicher. Durch den geschlossenen Deckel gibt es kein
Aufflammen oder Fettbrände!

- Durch den Deckel wird die Garzeit minimiert.
- Das Grillgut wird von allen Seiten gleichmäßig gegart.
- Die Rauchentwicklung wird reduziert.
- Der Rost bleibt durch den geschlossenen Deckel gleichmäßig heiß.
- Der geschlossene Deckel reduziert die Garzeit.

Nicht nur Pizza gelingt mit dem EGG perfekt. Darüber hinaus lassen sich herrlich duftende Brote, Gebäck und Kuchen backen. Der geschlossene Deckel wirkt wie ein traditioneller Brotbackofen aus Steingut. Frisch duftendes Brot und deftiges, saftiges Schweinchen gehören zu jedem guten Grillfest oder Familienfest dazu.

Wenn nicht so oft oder für wenige Personen gegrillt wird, eignen sich tragbare, kleinere Modelle des EGG. Werden oft Grillfeste gefeiert oder wird häufig mit Freunden gegrillt, dann eignen sich der LARGE oder XLARGE hervorragend. Der BGE Mini eignet sich perfekt für Ausflüge (Camping, Boot, Urlaub, Wochenende), kleine Feste oder wenn nicht so oft gegrillt wird. Der Mini kann gut auf einem Tisch platziert werden und ist für zwei bis vier Personen ausreichend. Für den BGE Mini gibt es auch ein Untergestell. Der BGE MiniMax vereint alle Vorteile der großen Brüder mit jenem des Mini. Klein, aber kräftig, beschreibt ihn gut. Der MiniMax eignet sich für vier bis sechs Personen. Apfelkuchen lassen sich damit hervorragend backen. Ganze Hähnchen leider noch nicht. Der BGE Small reicht ebenfalls für vier bis sechs hungrige Gäste und die Kochflächen ist gleich groß wie jene vom MiniMax. Der Unterschied liegt in der Größe und den Zubereitungsmöglichkeiten. Damit lassen sich auch bereits ganze Hähnchen grillen! Der BGE Medium ist schon für sechs bis acht Personen ausgelegt, das heißt auch für größere Partys oder Feste mit der ganzen Familie sowie für regelmäßiges Grillen auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse. Das Tragegestell verfügt über einen praktischen Griff zur leichteren Handhabung.

Der BGE Large ist am beliebtesten, da er die meisten Möglichkeiten bietet. Er kann leicht bis zu zehn Personen verköstigen und es sind so gut wie alle Arten von Speisen möglich. Für den Large steht ein breit gefächertes Angebot an Zubehör zur Verfügung. Das 5-teilige EGGspander-Set ist für den Large, aber auch Xlarge erhältlich. Damit kann sogar nach ?Cowboy-Style? gegrillt werden. Der Kohlenstoffstahl-Wok oder der Akazientisch sind weitere tolle Accessoires zu diesem Modell. Dieses Modell erlaubt es, eine direkte sowie indirekte Zone zu kreieren. Der Superstar unter den BGE Modellen ist der Xlarge. Die Auswahl an Zubehör kennt praktisch keine Grenzen. Das beginnt bei den Tischen und Untergestellen und hört bei Kochzubehör auf. Mit dem Xlarge lassen sich locker mindestens 16 Gäste verköstigen. Wegen des großen Gewichts müssen ein bis zwei halbe Gusseisenroste verwendet werden.

Geht es noch besser? Das ist natürlich immer möglich! Der BGE 2XL, das gewerbliche Modell, ist der beste Beweis dafür! Der Big Green Egg 2XL ist der größte seiner Art auf dem Markt. Da er nicht nur wegen der Form, sondern auch wegen der Größe ziemlich beeindruckend ist, erfreut er sich vor allem bei Restaurantköchen großer Beliebtheit. Die Anforderungen in einem Restaurant sind natürlich weitaus höher als bei einem Gartenfest zu Hause. Die Anzahl der Gäste, die rasche Verfügbarkeit, die Qualität des Grillgutes sowie die Zuverlässigkeit spielen dabei eine entscheidende Rolle. Natürlich ist das Zubehör für den BGE 2XL dementsprechend ausgelegt. Verschiedene Körbe, zwei große Steine für ?low and slow? sowie Rahmen, Tische, Tischnester, etc. sind erhältlich. Ein spezielles Scharniersystem sorgt dafür, dass der Deckel sich leichter öffnen lässt.


Die Methode 3-2-1 steht für drei Stunden indirektes Räuchern bei 110 Grad Celsius, zwei Stunden in Alufolie bei 130 Grad Celsius dämpfen und eine Stunde offen indirekt grillen (BBQ Soße bepinseln).


Zutaten:
Pro Person etwa 600-800 g Ribs mit Knochen
50 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
25 g Meersalz
1 TL Knoblauch
1 TL Zwiebel
1 TL Paprika Edelsüß
BBQ Soße je nach Vorliebe

Zunächst muss der Feuerkorb mit Holzkohle befüllt werden. In der Mitte sollte etwas Freiraum gelassen werden. Im Anzündkamin sollte die Holzkohle durchgeglüht und in die Mitte gegeben werden. Die Luftzufuhr muss vollständig geöffnet sein. Kirschholz-Räucherchips auf die Kohle geben. Danach muss der Deflektorstein für die niedrige Variante des Grillens eingelegt werden. Die untere Luftzufuhr ca. 4 mm öffnen. Der obere Luftauslass muss danach zur Hälfte geöffnet sein. Der Grill muss auf 110 Grad Celsius eingependelt werden. Danach können die vorbereiteten Ribs eingelegt werden.


Die Zubereitung:

Alle gewünschten Gewürze zu einem Rub vermischen. Danach die Ribs von der Silberhaut befreien und mit dem vorbereiteten Rub gründlich einreiben. Danach in Frischhaltefolie einwickeln und über Nacht in den Kühlschrank legen. Die Ribs werden dann bei 110 Grad Celsius drei Stunden lang geräuchert. Danach mit zwei bis drei EL Apfelsaft pro Rippenstrang behandelt, in Alufolie eingewickelt und für zwei Stunden bei 130 Grad Celius indirekt gegrillt. Danach werden sie ausgepackt, mit BBQ Soße eingepinselt und offen für eine weitere Stunde bei 110 Grad Celsius indirekt gegrillt. Dann sollten die Knochen leicht vom Fleisch fallen ? das sichere Zeichen, dass das Fleisch gar ist.


Das große grüne Ei ist das optimale Grillgerät, für jede Anzahl von Gästen und grillt Schweinchen und Co richtig schön saftig. Dennoch sollte vorher genau überlegt werden, welche Gäste kommen und dementsprechend vorbereitet werden. Holzkohle nicht entsorgen, sondern weiterverwenden, wie vorab beschrieben. So wird der BGE noch umweltfreundlicher und effizienter genutzt. Eine 3000 Jahre alte Tradition, die sich bestens bewährt hat, wurde von Ed Fisher zu neuem Leben erweckt und modernisiert. Effizient genutzt, regelmäßig gereinigt und gewartet, kann der BGE ein Leben lang problemlos viele tolle Speisen für die gesamte Familie zubereiten!
Einen Augenblick bitte...
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