Grill reinigen

Ein neuer Grill sieht richtig toll aus und man kann es gar nicht erwarten, ihn das erste Mal einzusetzen. So ein Modell aus Edelstahl, glänzend in der Sonne, ist auch ganz was anderes als das alte, verrußte Teil. Doch auch der neue Grill bleibt nicht lange sauber, wenn er nicht regelmäßig und vor allem richtig gereinigt wird. Fettspritzer und geschmolzener Käse können auch hartnäckig sein.

So wichtig Hygiene und Sauberkeit auch sind, darf es doch dabei bei einem Grill nicht übertreiben. Nach den nächsten beiden Grillvorgängen sieht er ohnehin wieder aus wie vorher. Wie reinigt man seinen Grill richtig und nachhaltig? Wie oft und wie gründlich sollte er gereinigt werden?

Gerade größere Modelle bleiben an ihrem festen Platz, wenn dieser erst einmal gefunden ist. Die meisten Grills sind schwer und wollen nicht ständig verrückt werden. Gegen Verschmutzungen und Nässe, also den Einfluss der Witterungsverhältnisse, hilft am besten eine Abdeckhaube. Damit bleiben Blütenstaub und andere Verschmutzungen vom Grill fern. Natürlich ist ein bisschen Regen kein Problem, denn die meisten Gasgrills befinden sich das Ventil und die Zündung im Inneren.

Somit bleiben diese empfindlichen Stellen trocken und sauber. Doch Feuchtigkeit, wie sie durch Wasser oder Schnee im Winter zustande kommt, kann über längere Zeit zu Rost führen. Doch eine Abdeckhaube verhindert das zuverlässig, deswegen ist sie ein sehr nützliches Zubehör für den Grill. Ein gut verarbeitetes Modell besteht aus atmungsaktivem Material, und zusammen mit einem geeigneten und geschützten Standort, schützt sie den Grill.


Um die Außenwand des Grills wieder sauber zu bekommen, verwendet man am besten einen fettlöslichen Edelstahlreiniger oder Glasreiniger. Metallschwämme eignen sich nicht so gut für Edelstahl, da sie dessen Oberfläche zerkratzen können. Robuster sind hier Modelle mit einer emaillierten Oberfläche. Diese grundsätzliche Reinigung muss bei mäßiger Benutzung nur am Beginn und am Ende der Grillsaison gemacht werden. Wer seinen Grill wirklich häufig nutzt, der sollte etwas öfter putzen.

Gerade Ruß und Fettspritzer lassen sich an der Innenseite durch die Benutzung des Grills nicht vermeiden. Diese kann man mit einem Spachtel wegbekommen und sie mit einem Schwamm abwischen. Speisereste unterhalb des Brenners finden sich vor allem bei Gasgrillern. Doch der meiste Schmutz wird von der Fettauffangwanne gesammelt. Speisereste auf dem Rost und den Brennerabdeckungen kann man wegbrennen, daher bleiben diese Teile am ehesten von allein sauber. Da kann man auch noch mit einer Grillbürste nachhelfen.

Meistens kann man die Brenner auch herausnehmen und sie dann mit einem Schwamm und Spülmittel ordentlich reinigen. Kein Wasser dürfen hingegen die Heizspiralen eines Elektrogrills abbekommen. Diese dürfen ausgebrannt und leicht feucht abgewischt werden. Wichtig ist auch, generell keine zu aggressiven Reinigungsmittel zu verwenden und im Zweifelsfall lieber auf einen speziellen Grillreiniger zurückzugreifen.

Da der Grillrost zu den wichtigsten Teilen des Grills gehört, braucht er besondere Zuwendung. Hier passiert der meiste Kontakt zu den Speisen daher ist eine regelmäßige Reinigung hier notwendig und sinnvoll. Schließlich will keiner sein frisches Grillgut mit Bakterien oder altem Fett verschmutzen.

Wenn der Grill einen Deckel besitzt, dann kann man ihn einfach schließen, Brenner und Luftzufuhr aufdrehen und dadurch den Rost bei hoher Hitze sauber brennen. Beim Gasgrill braucht man dazu nur alle Brenner voll aufdrehen, ebenso die Lüftung und den Deckel zumachen und los geht es. Die hohe Temperatur verbrennt in 15-20 Minuten den meisten Schmutz. Danach kann man noch mit der Grillbürste nachputzen.

Putzmittel wie zum Beispiel Backofenspray sollte man eher sparsam einsetzen. Wenn der Rost aus Gusseisen ist, dann darf man diesen gar nicht verwenden. Der Schmutz löst sich dadurch gut ab. Am besten reinigt man dann noch mit der Grillbürste. Hier gibt es hochwertige Modelle zu kaufen, welche mit Messing-Kokos- oder Edelstahlborsten ausgestattet sind und oft auch einen Schaber besitzen.

Es ist wichtig, die passende Bürste für den eigenen Grill auszuwählen, denn ein falsches Modell kann das Material zerkratzen. Billige Bürsten verlieren oft Borsten, die dann ins Essen kommen können. Ein Rost aus Gusseisen oder Emaille darf nur mit einer Messingbürste geputzt werden. Die Bürste sollte am besten gleich nach dem Grillen zum Einsatz kommen, wenn der Rost noch warm ist. Die Grillbürste lässt sich mit Wasser und Seife schnell wieder sauber bekommen. Hat sie keinen Griff aus Kunststoff oder Holz, kann man sie zum Ausbrennen in die Glut geben.

Ist der Rost stark verschmutzt, bleibt einem nichts anderes übrig, als ein Reinigungsmittel zu verwenden. Dafür eignet sich Backofenreiniger, oder noch besser Grillreiniger. Dieser kann sowohl Fettrückstände als auch eingebrannten Schmutz effektiv beseitigen. Danach muss der Rost ordentlich abgespült werden und sollte mit einem neutralen Speiseöl eingepinselt werden. Das Reinigungsmittel darf aber nur sparsam und nur auf einem Rost mit Edelstahl eingesetzt werden.

Dieses Material macht die Reinigung wirklich einfach. Denn einerseits bleibt der Schmutz gar nicht so fest haften und andererseits wird der Rost oft auch sauber, wenn man ihn in Wasser und Spülmittel einweicht oder in die Spülmaschine gibt. Dann lässt sich der ärgste Schmutz ganz einfach mit einem Schwamm abschaben. Auch die Grillplatte lässt sich so ganz einfach sauber bekommen, vorausgesetzt sie ist auch aus Edelstahl. Nur Scheuerschwämmen aus Stahlwolle darf man nicht verwenden, da diese Stahlteile zurücklassen und bei Rost ansetzen können.

Wer einen Grillrost aus Gusseisen hat, darf diesen nicht in Kontakt mit scharfen Reinigungsmitteln kommen lassen. Gusseisen wird eingebrannt und verfügt über eine Patina, die ihn vor Rost schützt. Diese darf man nicht kaputt machen oder abwaschen. So ein Grillrost sollte nach dem Grillvorgang gut durchgebrannt werden und anschließend mit einer Messingbürste gereinigt werden. Diese kann sämtliche Schmutzrückstände entfernen. Außerdem fügt das Messing der Patina keinen Schaden zu. Auch der Gusseisenrost sollte am Schluss noch mit Öl eingepinselt werden.

Ein Gusseisenrost ist also empfindlicher und auch etwas aufwendiger in der Pflege. Es kann auch passieren, dass er rostet. Den heißen Rost darf man auf keinen Fall in kaltes Wasser geben, denn sonst bekommt er Risse. Um Rost zu entfernen und den Grillrost zu pflegen bzw. ihn zu schützen gibt es auch spezielle Pflegemittel. Ein solches sollte man unbedingt verwenden, wenn man einen Rost aus Gusseisen, Emaille oder ein verchromtes Modell hat.

Wer einen großen Edelstahlrost besitzt, der sich nicht herausnehmen oder im Waschbecken reinigen lässt, der kann andere Tricks anwenden, um ihn wieder sauber zu bekommen. Man kann ihn beispielsweise in nasses Zeitungspapier einwickeln. Dazu muss er natürlich abgekühlt sein. Dann wickelt man ihn in mehrere Lagen Zeitungspapier und begießt dieses mithilfe einer Gießkanne mit Wasser. Dann am besten über Nacht stehen lassen, denn dann weicht sich der Schmutz so stark auf, dass man ihn am nächsten Tag leicht mit einer Bürste entfernen kann.

Eine ähnliche Variante ist, den kalten Grillrost über Nacht im Rasen liegen zu lassen. Auch dabei weicht sich der Schmutz auf und lässt sich dadurch am nächsten Tag viel leichter entfernen. Den letzten hartnäckigen Resten kann man auch mit der Scheuerseite eines Spülschwamms oder einer Grillbürste den Gar ausmachen.

Tropfschalen sollte man öfter austauschen, denn das ist viel hygienischer, als wenn sie die ganze Saison über im Grill bleiben. Unter dem Brenner eines Gasgrills befindet sich normalerweise eine Fettauffangwanne, welche man einfach herausnehmen und dann ganz einfach reinigen kann. Das klappt wie bei einem Backofen in der Küche. Diese Reinigung ist zumindest hin und wieder erforderlich, denn ansonsten kann Fettbrand entstehen.


Es gibt ein paar nützliche Utensilien, mit denen die Reinigung des Grills noch einfacher von der Hand geht. Die wichtigsten werden hier nachfolgend vorgestellt.

Ein Handfeger macht es einfach, die Asche aus dem abgekühlten Grill zu entfernen. Viele Modelle besitzen aber auch einen eigenen Auffangbehälter. Diese muss man einfach nur entleeren.

Wie bereits erwähnt ist die Grillbürste äußerst nützlich und vielseitig einzusetzen, wenn es ans Reinigen des Grills geht. Dazu sollte der Grill noch warm sein. Mithilfe der Bürste lassen sich eingebranntes Fett, Flugrost und sogar Korrosionen entfernen. Ob man lieber eine zwei- oder dreiseitige Drahtbürste verwendet, hängt vom Grillrost-Modell ab.

Um Objekte zu reinigen, die direkt mit Essen in Berührung kommen, ist es wichtig, hygienisch vorzugehen. Ein spezieller Grillreiniger kann Abhilfe schaffen, wenn sich der Schmutz nicht mit anderen Mitteln entfernen lässt oder eine aufwendigere Grundreinigung ansteht. Dazu sollte man aber auf jeden Fall Gummihandschuhe verwenden, um seine Haut zu schützen. Denn viele fettlösende Reiniger sind ätzend und schädlich für die Haut.

Weiche Reinigungstücher sind perfekt, um die empfindlichen Oberflächen zu reinigen. Das kann zum Beispiel die Grillplatte sein. Die beste Variante ist ein Bambustuch. Das ist zwar etwas teurer, aber dafür kann man die Oberflächen damit sanft und nachhaltig reinigen.

Auch Backsoda eignet sich gut zur Reinigung eines verdreckten Rostes. Dazu den Grillrost einfach in einen Behälter mit Wasser geben, das Soda dazu und über Nacht einwirken lassen. Das löst die Verkrustungen und der Schmutz kann am nächsten Tag mit einem Tuch abgewischt werden. Statt Backsoda kann man auch Backpulver verwenden, denn es hat einen ähnlichen Reinigungseffekt.


Die Reinigung ist nicht bei jeder Art Grill dieselbe. Sehr gut lassen sich hochwertige Kamadogrills reinigen. Zumindest dann, wenn man die richtigen Vorbereitungen trifft und vorher schon ein paar Dinge beachtet.

Wer den Rost dieses besonderen Grills richtig vorbereitet, spart sich hinterher einiges an Zeit und Aufwand. Wer zum Beispiel sein Fleisch oder Gemüse ohne ölhaltige Marinade grillen möchte, sollte den Rost davor einfetten. Dazu eignet sich ein hitzebeständiges Öl wie Raps, Olivenöl oder Erdnussöl. Das Einölen klappt so:

- ein fusselfreies Baumwolltuch mit dem Öl tränken
- den Rost einreiben, sodass ein dünner Film zurückbleibt
- Ölnasen abwischen
- Grill anheizen, Rost nicht zu früh einölen, da es sonst ranzig wird

Neben Speiseöl eignen sich auch Trennspray oder Kartoffelhälften. Dazu einfach den Rost mit der Schnittfläche einer halben Kartoffel einreiben. Gerade für in Öl mariniertes Essen eignet sich die Kartoffelmethode. Nicht ölig marinierte Speisen profitieren eher von Öl oder Trennmittel.


Damit ein guter Kamadogrill wie der Big Green Egg einwandfrei funktioniert, muss er vor jedem neuen Grillvorgang gereinigt werden. Vor allem müssen die alte Kohle und die Asche entfernt werden. Ein sauberer Brennraum verwertet die neue Kohle ideal und die Gartemperatur lässt sich auch besser kontrollieren. Ein paar einfache Utensilien wie Handschuhe, ein Auffangbehälter, ein Aschehaken und ein Ascheschieber bzw. Aschesauger sind dazu nötig. Folgende Schritte sind nötig:

- Man hebt mit Handschuhen den Grillrost, die feuerschale und den Kohlerost mit der möglicherweise noch vorhandenen Kohle heraus.
- Dann die Aschetür öffnen und mit dem Aschehaken nach noch vorhandener Holzkohle stochern.
- Mit dem Ascheschieber und dem Auffangbehälter kann man die Asche aus dem Keramikkörper durch die Aschetür entfernen. Das klappt sonst auch mit einem Aschsauger.
- Die letzten Reste werden mit einem Aschebesen entfernt.


Das Big Green Egg bzw. den Keramikgrill im Allgemeinen darf man auf keinen Fall mit Wasser reinigen. Auch Reinigungsmittel sind tabu. Die Keramik kann sich mit Wasser vollsaugen und bei Reinigungsmittel kann sie den speziellen Geruch aufnehmen. Das wirkt sich auch auf das Aroma des Grillguts aus. Wenn es ganz blöd läuft, beschädigt ein erneutes Anheizen die Keramik sogar.


Einige Speisereste, sowie Fett und Ruß bleiben nach einer langen Grillparty sicher im Kamadogrill zurück und diese müssen dann entfernt werden. Doch mithilfe der Pyrolyse kann der Grill den Großteil der Arbeit hier selbst erledigen.

Pyrolyse meint nichts Anderes als das Ausbrennen des Keramikgrills. Dabei werden Temperaturen über 200 ° Celsius erreicht, welche Speisereste und Fette wegbrennen und sich dann in Gas verwandeln. Je höher die Hitze, desto besser. Dazu den Grill einfach auf ca. 300 ° Celsius aufheizen und für 15 Minuten arbeiten lassen.

Nach diesem Vorgang muss man den Grill abkühlen lassen. Mit einem trockenen Tuch lassen sich eventuelle verbliebene Spuren leicht beseitigen. Der Rost sollte noch warm sein, wenn man ihn mit der Spiralbürste putzt. Ist er schon kalt, funktioniert auch ein Stahlwolleschwamm als Alternative.

Ein hochwertiger Grill wie der Big Green Egg sollte auch zwischen den Grillfeiern ein wenig verwöhnt werden. Zwischendurch mit einem feuchten Tuch die keramikteile und Armaturen abzuwischen kann auf keinen Fall schaden. Die Metallscharniere am Deckel sollten auch hin und wieder geschmiert werden. Die Metallbänder verlangen auch einmal im Jahr eine Kontrolle und Nachfettung.

Der Thermofilz befindet sich am äußeren Rand der Außenschale und ist für die ideale Hitzeisolation zuständig. Speisereste haben hier absolut gar nichts verloren. Falls doch etwas darauf gerät, kann man es mit einem feuchten Tuch abwischen. Hin und wieder muss das Filzband auch ausgetauscht werden, denn es hält sich nicht ewig.

Wer seinen Keramikgrill für einige Zeit nicht verwendet, der muss damit rechnen, dass sich Schimmel im Inneren ansetzt. Dieser kann natürlich mithilfe der Pyrolyse weggebrannt werden. Doch damit erst gar keiner entsteht, muss man nur das Abluftventil entfernen und die Zuluftventile alle offen lassen. Dadurch passiert ein ständiger Luftaustausch und es bildet sich erst gar kein Schimmel.

Ein Grill wie der Big Green Egg ist an starke Temperaturschwankungen gewöhnt. Wer keinen geschützten Garagenraum oder Keller besitzt, muss sich keine Sorgen machen. Am besten entfernt man alle witterungsempfindlichen Metallteile und lagert sie drinnen. Diese sollte man auch vor dem Winter nochmal einölen. Den Grill selbst deckst du mit einer Grillhaube ab und dann ist dein Keramikgrill auch schon fertig für den Winter.

Natürlich muss man den Kamado gar nicht winterfest machen, denn er eignet sich wie kein anderer Grill bestens zum Grillen bei Schnee und Kälte. Wie wäre es mit einer schönen Grillparty zu Weihnachten oder Neujahr?
Einen Augenblick bitte...
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